Die folgende Geschichte kannst du entweder hören oder aber lesen:
Die drei Weisen aus dem Morgenland haben eine besondere Sternenkonstellation am Himmel gesehen und sofort erkannt, dass ein neuer und sehr bedeutender König geboren wird.
Also haben sie sich auf eine lange Reise gemacht, um den neuen König zu begrüßen. Damals war Reisen sehr mühselig und daher haben die drei Weisen alles gut vorbereitet, geplant und organisiert. Sie waren natürlich nicht allein unterwegs. Zahlreiche Helfer und Bedienstete haben sie begleitet. Stellt euch eine lange Karawane vor. Kamele als Lasttiere, bepackt mit Kisten, Säcke und Decken, Träger schwerbeladen mit Essen und Trinken und für die Übernachtungen wurden auch Zelte und Kissen mitgenommen.
Es wurden auch Tiere mitgenommen … und ganz hinten ging eine Giraffe mit.
Eine Giraffe? Ja, ihr habt richtig gehört. Eine Giraffe. Der eine weise Mann interessierte sich nicht nur für die Sternbilder, sondern er studierte auch die Tierwelt. Er zog Tierkinder bei sich zu Hause auf und konnte sie so ausführlich beobachten.
Beim Beginn der langen Reise war gerade eine Babygiraffe bei ihm eingezogen. Diese Giraffe konnte er ja nicht allein zurücklassen. Also beschloss er einfach, die Giraffe mitzunehmen.
Am Anfang musste die Karawane oft anhalten und eine Pause machen. Das Giraffenkind konnte noch nicht so lange laufen. Aber mit der Zeit wurden seine Beine immer kräftiger. Allerdings musste die Giraffe immer draußen schlafen. Sie war einfach zu groß und passte in kein Zelt.
Aber Giraffen sind robuste Tiere.
Ihr könnt euch die erstaunten Blicke vorstellen, als die drei Weisen mit ihrer Karawane durchs Land zogen – und eine Giraffe den Schluss bildete.
Ihr wundert euch sicher, dass ihr noch nie von einer Giraffe an der Krippe gehört habt. Das liegt daran, dass die Giraffe auch für den Stall zu groß war. Sie passte einfach nicht hinein und musste draußen warten.
Damit die Giraffe auf Reisen nicht vergessen wird, haben wir in diesem Jahr eine kleine Giraffe mit zur Krippe gestellt.
Denn an der Krippe ist jeder willkommen, egal ob klein oder groß, oder auch wie ausgefallen er oder sie ist.
(Text: Doris Stracke-Bahr / eingelesen von Imke Schmoll)

Eine Aktion im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung im Pastoralverbund Menden