Die folgende Geschichte kannst du entweder hören oder aber lesen:
Nanu, was macht denn der kleine Igel im Stall beim Jesuskind?
Hat er sich wohl verlaufen?
Igel halten doch einen Winterschlaf und sind eigentlich im Winter gar nicht zusehen.
Allerdings kann es manchmal sein, dass ein Igel nicht genug zum Fressen findet. Dann bleibt er klein und kann kein Gewicht zulegen, um den langen Winter zu überstehen.
Die anderen Igel suchen sich nach und nach ein kuscheliges Winterquartier, in einem Steinhaufen oder unter altem Laub. Dort können sie dann ihren Winterschlaf halten.
Tja, und den hat unser kleiner Igel wohl verpasst. Er ist einfach zu klein und konnte daher nicht einschlafen.
Er hat sich umgesehen und einen ruhigen Platz gesucht, an dem es nicht so kalt ist. So hat er sich eine Ecke in genau diesem Stall gesucht. Er hat sich ins Stroh gekuschelt und wollte hier den Winter verbringen.
Doch dann wurde es unruhig im Stall. Menschenstimmen waren zu hören und dann weinte ein Baby. Später kamen noch mehr Menschen und die Stimmen wurden immer lauter.
Da ist es doch nur verständlich, dass der kleine Igel neugierig wurde. Er ist aus seiner Ecke hervorgekommen und hat sich umgesehen.
Er konnte einen Mann und eine Frau sehen, die sehr glücklich aussahen. Ein Ochse und ein Esel standen dort und es gab auch einige Schafe und Hirten.
Aber in der Mitte, in der Futterkrippe der Tiere, da lag ein kleines Kind. Der kleine Igel fühlte sich auf einmal fröhlich und es wurde ihm ganz warm ums Herz.
Von da an blieb der kleine Igel bei dem Kind im Stall und hat sich nicht mehr in einer Ecke versteckt.
(Text: Doris Stracke-Bahr / eingelesen von Imke Schmoll)

Eine Aktion im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung im Pastoralverbund Menden