Die folgende Geschichte kannst du entweder hören oder aber lesen:
Ihr habt euch sicher gefragt, was ein Dackel an der Krippe macht.
Tja, das ist eine seltsame Geschichte mit diesem Dackel.
Eigentlich sollte er seinem Herrchen bei der Jagd helfen. Aber dafür war er denkbar ungeeignet.
Der Dackel spielte lieber mit den Kaninchen, anstatt sie zu jagen. Außerdem hatte er eine besondere Vorliebe für Schafe. Vielleicht, weil Schafe so ein weiches Fell haben.
Der Dackel hielt sich gerne bei den Schafen auf der Weide auf. Manchmal legt er sich nachts ganz dicht an ein dickes, kuscheliges Schaf und konnte dort wunderbar schlafen.
Die Hirtenhunde, die ja für die Schafe zuständig sind, fanden den Dackel nur störend und lästig.
Er wurde oft weggebellt und verjagt von den großen Hunden mir ihren langen Beinen.
Ein Dackel hat ja nun mal nur recht kurze Beine.
Die Schafe störte das allerdings nicht. Der Dackel war freundlich und nett.
Die Hirten wunderten sich natürlich über den Dackel, der immer wieder bei ihnen auftauchte.
Sie versuchten ihn an die Leine zu nehmen und einen Haushund aus ihm zu machen. Aber das mochte der Dackel gar nicht.
Eines nachts lag der Dackel wieder eng an ein dickes Schaf gekuschelt. Da wurde der Himmel auf einmal ganz hell und ein Schimmern lag in der Luft.
Der Dackel bemerkte die Veränderung sofort. Er weckte die Schafe. Die Schafe weckten die Hirtenhunde und diese weckten die Hirten.
Die Engel verkündeten den Hirten die frohe Botschaft von der Geburt Jesu. Aber der Dackel war auf seinen kurzen Beinen schon losgelaufen und folgte dem hellschimmernden Stern.
So kam es, dass ein Dackel der erste Besucher im Stall war. Lange bevor die Hirten mit ihren Schafen ankamen, stand er schon neben der Krippe.
So, wie ihr es hier sehen könnt.
(Text: Doris Stracke-Bahr / eingelesen von Imke Schmoll)

Eine Aktion im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung im Pastoralverbund Menden