Die folgende Geschichte kannst du entweder hören oder aber lesen:
Ihr habt doch sicherlich schon mal ein Eichhörnchen gesehen.
Eichhörnchen sind kleine, flinke Tiere. Sie können schnell laufen und besonders gut klettern. Sie sitzen selten für eine längere Zeit still an einem Ort. Sie sind ständig unterwegs. Eichhörnchen sammeln und suchen Nahrung und damit sind sie eigentlich den ganzen Tag beschäftigt.
Nun wundert ihr euch sicher, warum dieses Eichhörnchen so still an der Krippe sitzt.
Als in dieser besonderen Nacht das Jesuskind geboren wurde, da kamen auch alle Tiere zur Krippe. Auch die Tiere spürten, dass dieses Baby in der Krippe die Welt verändern konnte. Also folgten die Tiere dem hellen Leuchten des Weihnachtssterns.
Nur das Eichhörnchen wollte zuerst nicht mit. Es war doch so beschäftigt. Es musste noch so viele Vorräte sammeln und überhaupt, wer würde die Vorräte bewachen, wenn das Eichhörnchen sie einfach zurückließ und dem Stern folgte.
Das war dem Eichhörnchen alles viel zu unsicher. Aber die anderen Tiere blieben vor dem Eichhörnchen stehen und warteten. „Wir gehen nicht ohne dich. Das, was hier im Stall von Bethlehem passiert ist, ist wichtig.“
Aber das Eichhörnchen wollte nicht mit. Es hatte zu viel Angst, dass seine Vorräte verloren gehen würden.
Dann aber hatte ein kluges Schaf eine Idee. „Vergrab doch deine Vorräte einfach in der Erde. Dann sind sie in Sicherheit und du kannst mit uns kommen.“
Das war eine gute Idee und so machte es das Eichhörnchen.
Es vergrub seine Vorräte in der Erde. Dann folgte das Eichhörnchen dem Stern und bestaunte das Kind in der Krippe.
Das Eichhörnchen fühlte, dass das wirklich ein besonders Kind war. Es wurde ganz ruhig und es konnte nun auch beruhigt stillsitzen.
So kommt es, dass ihr hier nun ein Eichhörnchen still an der Krippe sitzen seht.
(Text: Doris Stracke-Bahr / eingelesen von Imke Schmoll)

Eine Aktion im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung im Pastoralverbund Menden